Wenn ein Weingarten geteilt wird — zum Beispiel weil eine Hälfte verpachtet oder mit einer neuen Rebsorte bepflanzt wird — musste man bisher den bestehenden Weingarten löschen und zwei neue anlegen. Dabei gingen alle verknüpften Daten verloren: Aufgaben, Meldungen, Zeiterfassung.
Ab sofort geht das direkt auf der Karte: Eine Linie über den Weingarten ziehen, und die Fläche wird automatisch in zwei Teile geschnitten. Beide neuen Weingärten behalten ihre Verbindung zum Original — Aufgaben, Meldungen und Zeiterfassungen bleiben erhalten.
Das klingt einfach, war aber technisch durchaus anspruchsvoll. Die Polygon-Splitting-Logik muss mit allen möglichen Formen umgehen können: konkave Flächen, Flächen mit Löchern, und Grenzfälle wo die Linie exakt durch einen Eckpunkt verläuft. Wir verwenden dafür die Turf.js-Bibliothek auf dem Client und validieren das Ergebnis serverseitig nochmals.
Im Zuge der Splitting-Funktion haben wir den gesamten Flächeneditor überarbeitet. Punkte lassen sich intuitiver verschieben, die Handles sind größer und besser sichtbar, und die Bedienung auf Touch-Geräten funktioniert deutlich besser.
Die wichtigsten Verbesserungen im Überblick:
Statt bei Null anzufangen, starten neue Betriebe jetzt mit den üblichen Weinbau-Aufgaben: Rebschnitt, Laubarbeit, Pflanzenschutz, Düngung, Lese und vieles mehr. Die Typen können jederzeit angepasst, ergänzt oder gelöscht werden.
Wir haben die 47 Typen gemeinsam mit Winzern aus der Wachau, dem Burgenland und der Südsteiermark zusammengestellt. Sie decken den gesamten Jahreszyklus ab und sind so benannt, wie sie im deutschsprachigen Weinbau üblich sind.
Im Hintergrund gab es ein großes technisches Update: Spring Boot 4 mit Hibernate 7 auf dem Server, Angular 21 im Dashboard und Riverpod 3 in der mobilen App. Diese Updates bringen bessere Performance und ermöglichen es uns, schneller neue Funktionen zu entwickeln.
Die Migration auf Spring Boot 4 war die größte technische Änderung seit unserem Start — aber sie zahlt sich bereits aus. Die Startup-Zeit des Servers hat sich halbiert.
Für euch als Nutzer ändert sich dadurch nichts Sichtbares — aber die schnellere Basis ermöglicht es uns, die nächsten Features deutlich schneller zu liefern.